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Musikverein: Nali Gruber ließ die Schweden swingen
Das Swedish Chamber Orchestra, dirigiert von Gruber, mit Werken von Adams, Strawinsky, Gruber.
HK "Nali" Gruber ist begehrter denn je. Bei den New Yorker Philharmonikern ist er als Chansonnier verpflichtet, beim BBC Philharmonic Orchestra als Komponist und Dirigent, er dirigiert das Saint Paul Chamber Orchestra, das Bruckner Orchester Linz, die Northern Sinfonia, das Swedish Chamber Orchestra. Mit ihm gastierte er nun für die Musikalische Jugend - sie führt Ende dieser Saison sein Percussionkonzert "Websites. A Percussion Symphony" auf - im Musikverein.
Auf dem Programm: nur Musik des 20.Jahrhunderts. Im Mittelpunkt: das 1993 entstandene, dreisätzige, knapp halbstündige Violinkonzert, das das Ende der minimalistischen Schaffensperiode von John Adams markiert. Ein Parforce-Ritt - für das Orchester wie den Solisten, der mit weit gespannten Kantilenen und geradezu perkussiver Brillanz prunken muss. Als Zeitreise wird das Werk gern beschrieben, man könnte es auch "brodelnde Violinträume" nennen, vor allem ob des als Chaconne konzipierten Satzes ("Body through which the dream flows"), in dem sich der verhalten agierende Solist gegen ein immer wieder aufbegehrendes Orchester zu behaupten hat.
Ein Werk wie geschaffen für die 33-jährige Amerikanerin Leila Josefowitz. Geradezu spielerisch trotzte sie den zahlreichen technischen Klippen ihres Soloparts, brachte selbst in den vertracktesten rhythmischen Passagen ihre kostbare Guarneri del Gesu zum Leuchten, feuerte im Toccata-Finale ein regelrechtes Feuerwerk ab. Dagegen klang das offizielle Finale, Strawinskys Pulcinella-Suite, bieder und wenig inspiriert. Um den Witz und den Charme dieser Musik zur Geltung zu bringen, hätte es nicht nur mehr Transparenz, sondern auch engagierteren Spielwitzes und brillanterer Soli bedurft. Hatten die tüchtigen schwedischen Musiker ihr Pulver schon verschossen? Bei Grubers einleitendem Manhattan Broadcasts (1962/64) hörte man diese Mankos nicht. Hier bewiesen sie Sinn für rhythmische Finesse, melodische Elegance und untrügliches Gespür für mitreißenden Swing.
Maria Handler of APA, Austria press agency, was equally enthusiastic in her review calling the orchestra "refreshing and joyful" and pointing out that the excellent bass and brass section could show their talent with the Gruber piece. Precision and frankness also with Pulcinella Suite. " ...lots of applause for a fiery concert evening".







